Generationswechsel in eigentümergeführten Unternehmen (2/2)

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Was noch zu beachten ist

Über die 30 Jahre hinweg, hat der Unternehmer zu (fast) jedem seiner Mitarbeiter ein einzigartiges Verhältnis aufgebaut.

Diejenigen, mit denen er sozusagen die Firma gegründet hat, sind zum Teil noch im Unternehmen und dies an „neuralgischen“ Punkten im Informationsgeflecht.
Sie sind „ihrem“ Chef loyal gegenüber, sie wissen genau, wann und in welchem Geschehen der Zeitpunkt gekommen ist „ihn“ zu informieren, damit er entsprechend handeln kann.

Viele der „späteren“ Mitarbeiter sind mit dieser Situation sehr zufrieden, sie können sich darauf verlassen, dass „Unwuchten“ in der Zusammenarbeit aller, rechtzeitig entdeckt und behoben werden.

Die Mitarbeiter, die im Laufe der Zeit gegangen sind, hatten auf Grund dieser spezifischen Situation ihre guten Gründe für den Fortgang.

Sie sahen für sich kaum Aufstiegschancen, die Arbeit wurde durch ein fast „unsichtbares“ „Beziehungsgeflecht“ begleitet.

Dieses Geflecht ist historisch gewachsen und extrem belastbar.

Die Tochter ist erst seit einigen Jahren im Unternehmen. Sie ist nicht Bestandteil dieses gewachsenen Beziehungsgeflecht.
Nach dem Fortgang des Gründers hat sie versucht das Unternehmen „im alten Stil“ weiterzuführen.

Doch sie ist die Tochter des ursprünglichen Unternehmers und nicht der ursprüngliche Unternehmer selbst.
Selbst wenn sie sich noch so sehr sich darum bemüht den alten Stil aufrecht zu erhalten, wird sie einiges anders machen. Dies wiederum führt dazu, dass das alte belastbare Beziehungsgeflecht beschädigt wird.
Es ist nach einiger Zeit nicht mehr performant, Konflikte brechen auf, der stetig geflossene Informationsfluss wird an wichtigen Stellen brüchig.

Dies kann dazu führen, dass das Unternehmen nicht mehr in der Qualität und Zuverlässigkeit arbeitet, wie unter dem ursprünglichen Inhaber.

Genauso, wie die vertragliche und die betriebswirtschaftliche Seite bei der Übergabe beachtet und geregelt überführt wurden, müssen auch die informellen Gegebenheiten betrachtet und überführt werden.

Dies ist ein Transformationsprozess, der professionelle Begleitung verlangt.

Horst Treuholz, 01.12.2008
www.coachingpromittelstand.de - www.horst-treuholz.de

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