Delegieren Sie schon, oder arbeiten Sie noch Tag und Nacht?
Führungskräfte glauben oft, dass es nicht ohne sie geht. Dabei motivieren sie geradezu ihre Mitarbeiter, wenn sie Aufgaben delegieren, und sie entlasten sich selbst.
Die Gründe, warum es Führungskräften schwer fällt, Aufgaben zu delegieren, lesen wir in einem Artikel von Gisela Zechner, Training & Coaching, Wien.
“Ich selbst kann es besser erledigen.”
“Was ist, wenn der, dem ich die Aufgabe übertrage, sie besser erledigt als ich selbst?”
“Was ist, wenn die Sache schief läuft, ein Scherbenhaufen zurückbleibt, den ich dann selbst bereinigen muss?”
“Dann verliere ich die Kontrolle über die Aufgaben.”
“Ich lege Wert auf perfekte Arbeit, ich habe nicht das Gefühl, dass irgendjemand aus meiner Abteilung meinen Erwartungen, die ich an das Ergebnis richte, gerecht werden wird.”
“Wie soll ich eine Aufgabe an jemanden delegieren, wenn ich seine Arbeitsweise noch nicht gut genug kenne?
“Ich selbst kann die Aufgabe in einer halben Stunde erledigen. Wenn ich sie an Herrn Mayer delegiere, brauche ich eine Viertelstunde, die Aufgabe zu erklären und er selbst braucht mindestens 1 1/2 Stunden, sie zu erledigen. Es ist viel effizienter, ich erledige die Aufgabe selbst.”
Kennen Sie diese Gedanken? Möchten Sie nicht viel lieber eine Führungskraft sein, die Vertrauen zu ihren Mitarbeitern hat, die delegieren und somit auch führen kann? Es braucht aber Zeit und Geduld.
Wenn Sie eine Aufgabe delegieren möchten, stellen Sie sich fünf W-Fragen:
- Was muss getan werden?
- Wann muss es getan werden?
- Warum muss es getan werden?
- Wie soll die Aufgabe ausgeführt werden?
- Welche Arbeitsmittel sind erforderlich?
Hier hilft Ihnen die Checkliste “Delegation” von Willi Kreh, die Sie als PDF downloaden können.
Checkliste Delegieren Autor: Willi Kreh
Wenn Sie den richtigen Mitarbeiter für die Aufgabe ausgewählt haben, ist vor allem das Warum wichtig. Erklären Sie den genauen Zusammenhang der Aufgabe - so fällt ihm die Ausführung leichter.
Erteilen Sie eine klare, eindeutige Aufgabenstellung. Formulieren Sie deutlich, was Sie sich als Ergebnis vorstellen und bis wann Sie es brauchen.
Überlassen Sie das Wie und Womit dem Mitarbeiter. Er übernimmt gerne Verantwortung, wenn er selbständig arbeiten darf. Stellen Sie dem Mitarbeiter alle Ressourcen zur Verfügung, die er zur Erledigung der Aufgabe braucht. Er arbeitet an Ihrem Erfolg!
Treten zeitliche Engpässe, Fragen oder Probleme auf, stehen Sie Ihrem Mitarbeiter zu Seite, bieten Sie ihm Hilfe an. Unterstützen Sie ihn bei der Lösungsfindung aber lösen Sie nicht für ihn das Problem.
Ein Rest-Risiko, dass die Aufgabe nicht erfüllt wird, bleibt laut www.business-wissen.de immer bestehen. Wer delegiert, ist mitverantwortlich, dass die Arbeit erledigt wird. Widerstehen Sie trotzdem der Versuchung, rückwärts zu delegieren.
Und nun viel Spaß auf dem Weg zum perfekten “Delegateur”.
09.07.2009 Sibylle Kreh








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